3. Festival der Philosophie

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Hannover feiert vom 12. bis 15. April 2012 das dritte Festival der Philosophie. Unter dem Motto "Wie viel Vernunft braucht der Mensch" wird ein Programm mit Vorträgen, Diskussionen, Kunst, Kultur und Schülerprojekten präsentiert.

Vernunft ist das, was uns zu Menschen macht – und doch heißt es schon im Faust: "Er nennt's Vernunft, und braucht's allein, um tierischer als jedes Tier zu sein."

Auch wir tun uns mit der Vernunft schwer. Es fällt leichter, sie zu kritisieren – zumal nach den traumatischen Erfahrungen des 20. Jahrhunderts. Vom animal rationale scheint nur der homo oeconomicus übrig geblieben zu sein. Und doch: wir brauchen die Vernunft. Aber wie viel? Oder besser: Welche? Hier sind nicht nur die Philosophen gefragt. Schließlich hat keiner die Vernunft für sich allein. Sie verbindet uns, und ihre Grenzen liegen nicht ein für allemal fest: Wo endet die Vernunft – sind Glaube und Gefühl unvernünftig.

"Wie viel Vernunft braucht der Mensch?"

Der Mensch ist ein vernunftbegabtes Wesen. Und dennoch finden die Menschen sich im 21. Jahrhundert in einer Welt der globalen Ungerechtigkeit wieder, betreiben weiterhin Raubbau an den Schätzen der Erde und stehen möglicherweise vor dem Zusammenbruch unserer Finanz- und Wirtschaftssysteme. Eine Situation, die nicht mehr so recht an den aufklärerischen Fortschritt des Menschen aus sich selbst und seiner Vernunft heraus glauben lässt.

Lässt sich die Zukunft denn alleine mit einem Besinnen auf "mehr Vernunft" meistern? Können Menschen die komplexen Herausforderungen dieser Zeit lösen, wenn alles auf die Karte "Vernunft" gesetzt wird? Diesen Fragen soll aus dem Blickwinkel verschiedener Disziplinen nachgegangen werden. Wie rational handeln Menschen in Fragen des Geldes, wie vernünftig ist die Annahme der "homo oeconomicus" angesichts der Wirtschaftskrise? Was heißt "vernünftige Politik"? Welche Rolle spielt die Vernunft in Kunst und Kultur und kann die Gesellschaft aus diesen Blickwinkeln etwas über die Rolle der Vernunft und ihren Beitrag zur Lösung unserer Probleme lernen?

Am 12. April 2012, 18 Uhr wird das dritte Festival der Philosophie im Neuen Rathaus eröffnet. Die Auftaktveranstaltung ist eine Kooperation der VolkswagenStiftung und der Landeshauptstadt Hannover. Um Anmeldung wird gebeten.

"Kein Vormarsch ist so schwer wie der Weg zurück zur Vernunft." Bertolt Brecht

Ein Höhepunkt am 13. April 2012:

Poetry Slam "Wie viel Vernunft braucht der Mensch?"

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Eine Bühne, acht Dichter_innen. Sieben Minuten Vortragszeit. Ein Finale und ein Ziel: die Herzen des Publikums für sich und seinen Text zu gewinnen.

Bei der Dichterschlacht "Wie viel Vernunft braucht der Mensch?" im Schauspielhaus liest eine Auswahl der besten deutschsprachigen Live-Poeten pointiert und vielschichtig um die Gunst und die ungeteilte Aufmerksamkeit ihrer Zuhörer und den literarischen Siegerpokal des Abends. Das Besondere: die Texte der Autoren stehen ganz im Zeichen des Festivals der Philosophie 2012 und seinem existenziellen Motto.

Dabei wird zu klären sein, was Vernunft überhaupt ist? Und was ist der Mensch? Wie viel Dosis Vernunft kann er eigentlich (v)ertragen. Und umgekehrt: wie viel Mensch die Vernunft? Die Protagonisten des Abends begeben sich zusammen mit dem Publikum auf eine außergewöhnliche literarische Antwortsuche mit garantiert doppeltem (Nachdenk-) Boden. Von rasant und nachhaltig über ernst und humorvoll bis beeindruckend ausdrucksstark. So attraktiv kann Vernunft sein...

Unter anderen mit Till Reiners (Berlin), Pauline Füg (Hannover/Eichstätt), Klaus Urban (Hannover), Tobias Kunze (Hannover) und vier weiteren Top-Slammern aus dem deutschsprachigen Raum. Durch den Abend führen die Autoren und Literaturveranstalter Henning Chadde und Jan Egge Sedelies (Macht Worte! – Der hannoversche Poetry Slam).

Der Poetry Slam wird veranstaltet von der Landeshauptstadt in Kooperation mit dem Schauspiel Hannover.

Quelle: www.hannover.de

Anfang März gibt es hier das gesamte Programm als Download.

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